20.09.2017 15:05 Alter: 59 days

Kunstturn-Weltcup in Ungarn und Paris im Vorfeld der WM


Das komplette ÖFT-Team beim Weltcup in Paris.

Elisa Hämmerle nach eineinhalb Jahren Verletzungspause zurück auf der Turnbühne.
In zwei Wochen startet in Montreal die Turn-Weltmeisterschaft. Der Weltcup an diesem Wochenende in Paris galt für viele als letzter WM-Test. Vor 25.000 zahlenden Zusehern war er entsprechend hochkarätig besetzt. Jasmin Mader als Final-Achte im Sprungbewerb und Vinzenz Höck als Zehnter an den Ringen sorgten für die besten österreichischen Ergebnisse.

Elisa Hämmerle: Erster Wettkampf nach dem Achillessehnenriss.

Im April 2016 hatte sich Elisa Hämmerle bei der entscheidenden Olympia-Qualifikation eine Achillessehne gerissen. Mittlerweile in Innsbruck lebend, turnte die 21-jährige Lustenauerin beim Paris-Weltcup ihren ersten Wettkampf nach bald eineinhalb Jahren. Die erste vorsichtige Standortbestimmung resultierte in den Plätzen 33 (Schwebebalken) und 34 (Stufenbarren).

Doch Elisa Hämmerle, die auf die WM noch verzichtet, ist „glücklich, wieder Teil der internationalen ‚Turnfamilie‘ zu sein und auf dem Wettkampfpodium zu stehen. Es hat sehr lange gebraucht, konkret acht Monate, um wieder Mut zu fassen und die Freude am Turnen zu finden. Seit Jänner trainiere ich wieder täglich mit dem Ziel, an mein Niveau von 2016 anzuschließen.

Momentan bin ich bei ca. 45 bis 50 Prozent angelangt. Leider gelangen mir in Paris auch die erleichterten Übungen nicht ohne Fehler. Ganz so wohl und selbstsicher habe ich mich noch nicht gefühlt. Nichts desto trotz bin ich froh, nach dieser emotionalen Achterbahnfahrt den ersten Schritt gemacht zu haben. Als Comeback würde ich es noch nicht bezeichnen, da ich am Sprung und Boden noch nicht richtig turnen kann. Eher als Anfang von meinem Comeback.“

 

Weltcup-Berichte von Thomas Bachmann:

Weltcup 16./17.9. Paris
Mit Michael Fussenegger und Dirk Kathan war die VTS mit zwei Kunstturnern beim sehr stark besetzten Weltcupturnier in Paris vertreten. Dabei ging es für Michael v.a. darum zu zeigen, dass seine Handverletzung mehr oder weniger überstanden ist und somit seine WM-Nominierung zu bestätigen. Sein Einsatz an den Ringen verlief dann jedoch alles andere als erhofft: Im Übungsverlauf schlichen sich (offensichtlich auch aufgrund eines gewissen Trainingsrückstands) gleich mehrere Fehler ein, beim Abgang kam er zudem zu Sturz. Im Geräteranking fand er sich so mit für ihn enttäuschenden 12,45 Punkten auf Platz 27 wieder.

Als „Trostpflaster“ erhielt er nach seinem Weltcupeinsatz dennoch die Bestätigung, dass er weiterhin im WM-Aufgebot für Montreal steht. Demzufolge gilt es für ihn nunmehr, die verbleibende Zeit bis zum Abflug nach Kanada intensiv dafür zu verwenden, seine Frühjahrsform wiederzufinden, als er sich bei den Weltcups in Koper und Osijek 2 x in Folge ins Ringefinale geturnt hatte.

Dirk musste bei seinem Antreten am Boden leider gleich in der ersten Länge einen Sturz in Kauf nehmen; danach lief es bis zur Schlussbahn nach Maß, wo er erneut einen Patzer zu verzeichnen hatte. Mit 11,80 Punkten klassierte er sich im 46-köpfigen Teilnehmerfeld auf Platz 37.

 

Weltcup 8. – 10.9. Szombathely/Ungarn

Eine Woche, nachdem er als Ersatzmann für die Kunstturn-WM in Montreal nominiert worden war, ging Matthias Schwab als einziger VTS-Vertreter beim Weltcup in Szombathely an den Start. Dabei konzentrierte er sich auf das Reck, musste nach einem Sturz beim Kolman-Flugelement die durchaus realistische Finalchance aber leider vorzeitig begraben. So erhielt er für seine ansonsten durchaus ansprechende Übung nur 12,133 Punkte, womit er im 36-köpfigen Starterfeld mit Platz 24 vorlieb nehmen musste.