20.12.2020 18:00 Alter: 38 days

Elisa Hämmerle: Platz 9 im Balken-EM-Finale


Elisa Hämmerle bei der Turn-EM in Mersin (c) Thomas Schreyer

Die Kunstturn-Europameisterschaften 2020 in Mersin (Türkei) wurden am 20. Dezember mit den Gerätefinal-Entscheidungen der Frauen abgeschlossen. Österreichs Elisa Hämmerle gelang am Schwebebbalken leider keine Kür nach Wunsch, sie stürzte zweimal. Da die anderen sieben Finalistinnen gut durch ihre Programme kamen, blieb für die 25-jährige Lustenauerin am Ende nur der achte Platz.

Elisa Hämmerle verzeichnete Sturz Nr. 1 schon beim ersten Element direkt nach dem Aufgang, den zweiten mittendrin bei den Pirouetten: „So schön und exakt mir die Übung in der Qualifikation gelungen ist, so fehlerhaft war sie heute. Ein schwerer Fehler gleich zu Beginn wirkts sich meistens nie wirklich gut auf den Rest aus. Ich bin mit 100 Prozent in den Wettkampf gegangen, doch die – im wahrsten Sinn des Wortes – Gratwanderung ist misslungen.“

ÖFT-Kunstturnerinnen-Sportdirektorin Eva Pöttschacher: „Sehr schade für Elisa. Es war trotzdem eine gute Vorbereitung für Olympia. Die Finalteilnahme hätte die Draufgabe sein sollen, leider hat es heute nicht geklappt, die Übung abzurufen.“ Für die Statistik sei erwähnt: Das war dennoch Österreichs erste Turnerinnen-EM-Gerätefinal-Teilnahme überhaupt – und damit das beste Frauen-EM-Ergebnis. Insgesamt ist Elisa Hämmerles achter Platz am Schwebebalken 2020 das bislang siebentbeste österreichische Turn-EM-Ergebnis der Geschichte.

Rumänien Ex-Vizeweltmeisterin Larisa Iordache gewann in Mersin beim Comeback nach mehrjähriger Verletzungspause am Balken ihren sechsten Europameistertitel. Gleich darauf folgte am Boden ihr siebentes EM-Gold. Zuvor am Sprung und Stufenbarren setzte sich Ungarns Zsofia Kovacs durch.

Text: Robert Labner, ÖFT