02.01.2021 12:23 Alter: 25 days

Elisa Hämmerle und Vinzenz Höck sind Österreichs Turnsportler des Jahres


Archivbild: Vinzenz Höck und Elisa Hämmerle bei der Auszeichnung für den Gewinn der ÖFT-Sportlerwahl 2019 (c) ÖFT

Vinzenz Höck und Elisa Hämmerle erreichten 2020 Österreichs bislang größte Kunstturn-Europameisterschafts-Erfolge bei den Männern (erste Silbermedaille) bzw. bei den Frauen (erstes Gerätefinale). Höck gewann darüber hinaus als erster Österreicher einen Turn-Weltcup. Wie schon zwölf Monate zuvor wurden die beiden dafür erneut mit dem Titel „ÖFT-Sportler/in des Jahres 2020“ ausgezeichnet. Für Hämmerle ist es die zweite solche Auszeichnung, für Höck bereits die vierte nach 2014, 2017 und 2019.

„Ich freue mich sich über die Wiederwahl. Mit dem Schwebebalken-Finaleinzug bei der EM in Mersin konnte ich doch noch einen sportlichen Höhepunkt im abgelaufenen Jahr feiern“, stellt Elisa Hämmerle zufrieden fest. Die 25-jährige Lustenauerin ist bereits für die Olympischen Spiele qualifiziert: „Dieser Erfolg gibt mir noch einen zusätzlichen Motivationsschub für die Vorbereitung auf Tokio.“

Vinzenz Höck fühlt sich „durch die erneute Auszeichnung zum Sportler des Jahres sehr geehrt. Nach einem turbulenten Start hat sich 2020 für mich zum Guten gewendet. Ich kann auf meine erfolgreichste Saison zurückblicken, die Auszeichnung bildet nun ein wunderschönes Ende für mich“, ordnet der 24-jährige Grazer das Erreichte ein.

Besondere Umstände, abgeänderter Modus

Wegen Corona fanden 2020 nahezu keine internationalen Turnsport-Ereignisse statt. Neben den Olympischen Spielen fielen der Pandemie sieben Turnsport-Welt- und Europameisterschaften sowie zwei Dutzend Weltcup- und Grand-Prix-Meetings in den verschiedenen Turnverbands-Sparten (Turnen, Rhythmische Gymnastik, Trampolinspringen, Sportakrobatik, …) zum Opfer. Mit österreichischer Beteiligung ereigneten sich vor dem ersten Lockdown nur zwei Grand Prix der Rhythmischen Gymnastik und ein Trampolin-Weltcup. Anfang Oktober folgte ein einziger Weltcup und vor Weihnachten die Europameisterschaft im Kunstturnen.

Aufgrund der würdigen Leistungen von Elisa Hämmerle und Vinzenz Höck entschloss sich der Österreichische Fachverband für Turnen trotz der geringen Ereignisdichte zur Auszeichnung. Allerdings nicht wie in „normalen“ Jahren zu gleichen Teilen durch ein Online-Fan-Voting sowie eine Experten-, VIP- & Medien-Jury in den letzten beiden Wochen des Jahres. Sondern aufgrund der besonderen Umstände durch eine Entscheidung des 24-köpfigen ÖFT-Präsidiums (Vorstand, Spartenleitungen und Landesverbands-Präsident/inn/en). Diese Entscheidung fiel bei Höck einstimmig aus, bei Hämmerle mit einer Gegenstimme.

Text: Robert Labner, ÖFT