30.03.2021 00:00 Alter: 50 days

Marlies Männersdorfer für die Turn-EM in Basel nominiert


Marlies Männersdorfer (c) Oliver Lerch für den ÖFT

Der ÖFT nominiert zwei Frauen und vier Männer für Basel vom 21. bis 25. April 2021

Erst am 13. Dezember 2020 gewann Vinzenz Höck in Mersin (Türkei) an den Ringen Österreichs erste Turn-EM-Silbermedaille. Knapp mehr als vier Monate später muss er sie schon wieder verteidigen: Nach der Corona-Verschiebung der EM 2020 findet die heurige wieder zum gewohnten Frühjahrstermin statt. Das ÖFT-EM-Team für Basel vom 21. bis 25. April 2021 wurde nun offiziell nominiert. Neben Höck qualifizierten sich Jasmin Mader (T), Marlies Männersdorfer (V), Alexander Benda (St), Xheni Dyrmishi (T) und Severin Kranzlmüller (OÖ).

Österreichs größte EM-Chancen liegen erwartungsgemäß erneut beim 25-jährigen Grazer Vinzenz Höck: „Mein Ziel ist ganz klar wieder das Finale der besten acht Ringeturner. Ich hoffe sehr, dass ich an meine Leistungen vom letzten Herbst anschließen kann.“ ÖFT-Turner-Sportdirektor Fabian Leimlehner: „Als amtierender Vizeeuropameister muss sich Vinzenz jetzt beweisen. Ich vertraue darauf, dass er wieder um die Medaillen mitkämpft.“ Die Vorzeichen stehen jedenfalls gut: bei der letzten internen Qualifikation gelang Höck mit 15.000 ein neuer persönlicher Punkterekord.

Alle österreichischen Nominierten mit Finalhoffnung

In Basel am EM-Programm stehen alle Kunstturn-Individualbewerbe, also der Mehrkampf bei Frauen wie Männern sowie die zehn Einzelgeräte-Entscheidungen (4x Frauen, 6x Männer). Jasmin Mader, Marlies Männersdorfer, Alexander Benda und Severin Kranzlmüller werden jeweils den kompletten Mehrkampf bestreiten, alle vier mit Chancen auf das Top-24-Finale.

ÖFT-Turnerinnen-Sportdirektorin Eva Pöttschacher: „Jasmin und Marlies besitzen viel Großereignis-Erfahrung und sind sehr gut in Form. Wenn sie fehlerfrei bleiben, ist das Mehrkampffinale für beide realistisch. Jasmin hat außerdem Chancen auf eine Top-16-Platzuierung im Sprungbewerb.“ Turner-Sportdirektor Leimlehner: „Alexander und Severin haben das Potenzial für die Allrounder-Top-24. Xheni Dyrmishi tritt am Pauschenpferd an. Wenn er seine jüngsten Trainingsleistungen im Wettkampf abruft, kann er um die Top 8 mitreden.“

Das ÖFT-EM-Limit ebenfalls geschafft hätten Elisa Hämmerle (V) und Bianca Frysak (W). Doch die bereits für Olympia qualifizierte Hämmerle verzichtet im Hinblick auf ein optimale Vorbereitung für Tokio. Frysak zog sich leider letzte Woche eine Schulterverletzung zu (SLAP-Läsion), muss operiert werden und fällt länger aus.

Alle Informationen zur Turn-EM in Basel unter www.basel2021.com.

Text: Robert Labner, ÖFT