22.04.2021 07:14 Alter: 187 days

Turn-EM in Basel: Männersdorfer mit viel Pech


Marlies Männersdorfer (c) Simone Ferraro für den ÖFT

Die Teilnahme an der Kunstturn-Europameisterschaft 2021 in Basel stand für Marlies Männersdorfer unter keinem guten Stern. Bereits beim Auftaktgerät der Qualifikations-Wettkämpfe, dem Stufenbarren, stürzte die Wahl-Vorarlbergerin direkt auf den Ellenbogen. Trotz Schmerzen kämpfte sie sich weiter durch ihren Vierkampf, konnte mit notgedrungen reduziertem Programm ihr Potenzial allerdings nicht ausschöpfen. Der 23-jährigen blieb bei ihrer dritten EM am Ende mit 47.499 Punkten nur der 52. Mehrkampfrang unter den 107 Turnerinnen aus 32 Ländern. Männersdorfer war nach dem Wettkampf am Boden zerstört: „Wahrscheinlich habe ich zu viel gewollt und zu viel riskiert. Meine Enttäuschung ist riesig.“

Gratulation Jasmin Mader

Jasmin Mader hätte es beinahe ins Sprungfinale der besten Acht geschafft: Doch eine leicht unsichere Landung kostete sie deutlich mehr als jenen genau einen Zehntelpunkt, der ihr schließlich dafür fehlte. Der zehnte Platz ist für die 28-jährige Innsbruckerin bei ihrer schon neunten EM ihr bislang bestes Ergebnis.

Ein Sturz vom Schwebebalken kostete Mader schlussendlich das angestrebte Mehrkampffinale der besten 24. Sie erreichte mit 49.498 Punkten den 37. Allrounder-Rang. Für den Finaleinzug wären 50.098 und Platz 30 notwendig gewesen (da nur zwei Turnerinnen pro Land die Top 24 erreichen können): „Ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge. Ich habe drei Upgrades in mein Programm eingebaut – und alle drei haben perfekt geklappt. Darauf bin ich sehr stolz. Dass mir nur ein Zehntel auf das Sprungfinale fehlt ist auf gut Deutsch ‚zum Arschbeißen‘. Aber das hole ich noch nach, denn das war mit Sicherheit nicht mein letztes Großereignis.“