07.12.2021 07:11 Alter: 47 days

EM 2021 mit neuen Österreich Rekorden


Für einige Vorarlbergerinnen und Vorarlberger fand das große Saisonfinale vom 01. - 04. Dezember 2021 in Guimaraes (Portugal) bei den Europameisterschaften im Team-Turnen statt. 38 Mannschaften mit 435 Aktiven aus 14 Ländern gingen an den Start, darunter auch zwei Teams aus Österreich (Junior Mixed, Elite Woman).

Von den 24 für die EM nominierten ÖFT-Sportlerinnen und Sportler kamen insgesamt 18 aus den beiden in diesem Sport österreichweit führenden Vorarlberger Vereinen, TSZ Dornbirn und TS Wolfurt, fünf vom Klagenfurter Turnverein sowie eine aus Wien (MTV Hernals). Das Nationaltrainerteam setzte sich mit Flora Bolter, Felix Bischof, Emanuel Köb (Junior Mixed), David Berchtel, Martina Huber und Julian Knoll (Elite Woman) gänzlich aus Vorarlberger Vereinstrainern zusammen, die nahezu alle selbst bereits Europameisterschaftserfahrungen gesammelt haben.Das Junior Mixed Team mit den Vorarlberger Turnerinnen und Turnern Niklas Bentele, Christoph Höfle, Max Kühne, Linus Madlener, Enna März, Sarah Riedmann, Megan Rohner, Ben Schneider, Tim Schneider und Stephanie Schober machte den Start und zog mit einem ausgezeichneten 4. Platz in der Qualifikation ins Finale ein. „Durch die anhaltende Pandemie war unsere Vorbereitung länger und komplizierter als sonst. Für viele war es der erste Wettkampf auf solch einem internationalen Bankett. Da spielt die Nervosität auf jeden Fall eine Rolle. Vom ersten Training bis zum Finale konnten sie sich kontinuierlich steigern. Wir sind unheimlich stolz auf unsere Mädels und Jungs“, sagt Flora Bolter, Nationaltrainerin des Junior Mixed Teams. Mit insgesamt 2.65 Punkten mehr als in der Qualifikation, der zweithöchsten Note am Trampolin ihrer Klasse und einer Reduktion des Abstands von 2.550 auf 1.875 Punkten auf den dritten Platz resümiert das Trainerteam: „Unsere Juniorinnen und Junioren haben im ersten Junioren-Finale für Österreich vor allem eines getan – abgeliefert! Wir haben die optimale Strategie gefunden, die richtigen Entscheidungen getroffen und vor allem Teamgeist und Zusammenhalt gezeigt. Es war nahezu ein perfekter Wettkampf. Wir konnten bestätigen, dass die Topnationen in Reichweite sind. Das spiegelt den Aufwärtstrend in den letzten Jahren wider und lässt optimistisch in die Zukunft blicken.“

Die rotweißroten Turnerinnen des Elite Woman Teams mit den Vorarlbergerinnen Chantale Kobelt, Chiara Hollenstein, Elina Kessler, Jana Bohle, Laura Schabmann, Lisa Schabmann, Liliane Simma und Lorena Vetter zeigten von Beginn an einen sehr beherzten Wettkampf. Sie starteten mit einer fehlerlosen Performance am Tumbling in den Wettkampf und holten sich die fünftbeste Gerätewertung. Trotz kleinerer Unsicherheiten schafften sie mit Platz 6 erstmals den Einzug ins Finale und erreichten das bislang beste rot-weiß-rote Frauenergebnis in dieser Sportart. „Nach dem erfolgreichen Finaleinzug hofften wir auf eine bestmögliche Performance an allen drei Geräten. Durch einen nahezu fehlerfreien Einstieg in die Finalrunde an Tumbling und Trampolin verbesserten die Eliteturnerinnen den Punktestand gegenüber der Qualifikation deutlich. Auch am Boden steigerte sich die Leistung trotz Schwierigkeiten in kleineren Teilen der Übung. Über die Verbesserung von insgesamt 3,3 Punkten ist das Trainerteam sehr stolz“, fasst Martina Huber rückblickend zusammen. Der sechste Platz im Elite Woman Finale 2021 ist das insgesamt viertbeste österreichische Elite-EM-Ergebnis im Team-Turnen nach dreimal Platz 5 bei den Männern (2016, 2014, 2004).

ÖFT-Team-Turn-Bundesreferent Florian Wadl: „Die Final-Performance unserer Elite-Damen war der würdige Abschluss einer aus rot-weiß-roter Sicht durchwegs erfolgreichen Europameisterschaft. Ein tadelloser Wettkampf einer routinierten ÖFT-Formation wurde mit einer österreichischen Rekordwertung in dieser Wettkampfklasse belohnt. Nach einer verdienten Weihnachtspause werden wir direkt mit den Vorbereitungen auf die EM 2022 starten. Auch im nächsten Jahr wollen wir mit mindestens zwei ÖFT-Formationen an den EM-Start gehen, um die heurigen Ergebnisse zu wiederholen und wenn möglich noch zu überbieten.“

„Wir haben uns über einen sehr langen Zeitraum intensiv vorbereitet und sehr viel Energie investiert. Umso erfreulicher ist es, dass wir unser Ziel, eine möglichst fehlerfreie Performance abzuliefern, erreicht haben und um die Finalplätze mitkämpfen konnten“, sagte David Berchtel, Nationaltrainer des Eliteteam Woman.

Das Eliteteam Woman mit den Vorarlbergerinnen holte sich den 6. Platz und schaffte somit das bisher beste Endergebnis in der österreichischen Team-Turn Geschichte.