27.10.2014 09:54 Alter: 3 yrs

RG ÖM IN HARD


Anika Nachbaur vor Noelle Breuß und Katharina Platzer. Das Siegerinnen-Trio im Mehrkampf der Juniorinnen 1.

57 Gymnastinnen aus 7 Bundesländern nahmen an Österreichs Höhepunkt der RG teil. Nicol Ruprecht (T) verteidigte in der Elite Klasse alle ihre sechs Goldmedaillen aus 2013 erfolgreich, gefolgt von Natascha Wegscheider (St) mit ebenso oft Silber. Vanessa Nachbaur (V), Anastasiya Detkova (W) und Nicole Weinl sicherten sich die dritten Eliteränge. Juniorinnen-Gold in Mehrkampf wie Finali gewannen Anika Nachbaur (V),  Anastasia Potemkina (W) und Noelle Breuss (V).

Besonders erfreulich aus Vorarlberger Sicht: Im Mehrkampf der Juniorinnen 1 gab es einen VTS-Dreifachsieg. Anika Nachbaur gewann vor Noelle Breuß und Katharina Platzer. In der Teamwertung der Juniorinnen 1 ging auch noch Rang 3 (Klara Welzig und Alina Wiener) an das Gastgeber-Bundesland.

Zu den Fotos der VTS (c) B. Reis

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VTS-Bericht: Ländle-Nachwuchs dominierte bei RG-ÖM (Text: dor)

Perfekt abgelaufene Österreichische Staatsmeisterschaften in der Rhythmischen Gymnastik Ende Oktober in der Harder Sporthalle am See, die erwarteten Platzierungen bei den Elitegymnastinnen, erfreuliche Dominanz der Ländle-Juniorinnen: insgesamt ein positives Bild von den Meisterschaften, für die die Hauptverantwortung wiederum in Fachwartin Annires Marchettis Händen lag. Die TS Hard und Annires‘ bewährtes „Mütterteam“ waren wieder ideale Organisationspartner.

In der Elite waren die ersten beiden Platzierungen sowohl im Mehrkampf als auch bei den Gerätefinali so gut wie vorgegeben: Erste jeweils Nicol Ruprecht (VRG Wörgl/Tirol), dazu der Mannschaftstitel mit ihrem Tiroler Team; Zweite ebenso oft Natascha Wegscheider vom ATG Graz, dazu die Team-Silberne. Lediglich die dritten Plätze war offen: Im Mehrkampf belegte diesen Rang erfreulicher Weise Vanessa Nachbaur von der TS Satteins, wenn auch mit einem Respektabstand von fast zwölf Punkten zu Wegscheider. Die elegante Gymnastin hatte sich heuer im Nationalkader auf die Gruppe konzentriert, umso erfreulicher ist ihre Podestplatzierung im Einzelwettkampf. Zusammen mit Nicole Weinl (TS Röthis) gab es auch Platz 3 in der Teamwertung. Leider machte ihr der Meniskus so arg zu schaffen, dass sie in den Finali nicht mehr antrat, so stützten sich in der Elite alle Hoffnungen auf Nicole Weinl.

Doch diese beurteilt das ÖM-Wochenende eher enttäuscht: „Es waren nicht meine Staatsmeisterschaften“: Fünfter Platz im Mehrkampf, ein Stockerlplatz (3. Band) und je ein vierter (Ball), fünfter (Keulen) und 6. Platz (Reifen) bei den Finali stellte sie nicht zufrieden, doch ein Achtungserfolg war es allemal.

Den uneingeschränkt positiven Eindruck in der Vorarlberger RG-Equipe hinterließen die Juniorinnen, sie räumten das Maximum ab: Im Mehrkampf die Ränge 1, 2 und 3 für Anika Nachbaur (TS Satteins), die die Vorjahres-Jugendmeisterin Noelle Breuß auf Platz 2 verwies, und Katharina Platzer, die ihre selbstgesteckten Ziele erreichte. Dazu gab es natürlich den Team-Titel. In den Juniorinnen-Finali siegten drei Mal Noelle Breuß (Keulen, Reifen, Band), den Ball-Titel musste sie der Wienerin Anastasia Detkova überlassen. Anika Nachbaur und Nachwuchstalent Alina Wiener (SG Götzis) mischten ordentlich vorn mit: ein zweiter (Keulen) und drei dritte Plätze für Nachbaur (Reifen, Ball, Band) und für Wiener ein dritter ex-aequo-Rang mit den Keulen. Dazu kamen im Finale je ein fünfter, sechster und siebenter Platz für Katharina Platzer (SG Götzis).

Als erfreuliche Zugabe erturnte Alina Wiener (SG Götzis) die Silbermedaille im Mehrkampf bei den Juniorinnen 2, was sie immerhin in alle Finali brachte. In dieser Nachwuchsklasse belegten Leonie Konzett (TS Röthis), Klara Welzig (TS Hohenems), Gloria Both (TS Dornbirn) und Katharina Radic (TS Hohenems) die Ränge 6, 7, 8 und 17 sowie den dritten (Vorarlberg 2) und achten (Vorarlberg 3) Teamrang.

Auch Fachwartin Annires Marchetti lobte das gute Abschneiden der Juniorinnen. Dennoch wird sie nicht müde, die geringe Höhe der Gymnastikhalle im Landessportzentrum zu beklagen. Denn die Mädchen können die geforderten hohen Risikowürfe nicht trainieren, die Geräte bleiben an der Decke hängen oder prallen zurück, daher können sie in Wettkämpfen in hohen Hallen mit Würfen hoher Schwierigkeitsgrade nicht mithalten. Positiv für Vorarlberg ist auch die Tatsache, dass unser Bundesland nach den Steirerinnen die zweitgrößte Equipe stellte. Schade war, dass die Zuschauerkulisse eher mager ausfiel – bei Staatsmeisterschaften in Vorarlberg würde man sich vor allem aus den Vereinen der Teilnehmerinnen mehr Schlachtenbummler wünschen.